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Es werden Posts vom Juni, 2017 angezeigt.

WEINVIERTEL IM BROEDING: ANDERS. GANZ ANDERS.

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Wenn es ein Gericht gäbe, mit dem ich das Konzept, die Philosophie, das Gefühl „Broeding“ am besten beschreiben könnte, dann wäre es der Käsegang. Das Broeding hat seine eigene Milchkuh, sie steht in Südtirol und hört auf den schönen Namen ‚Dorli‘. Es kommt ein Stück Käse, dazu je nach Saison ein Pommeranzenrelish oder auch ein Heugelee. Was gerade passt. Fertig.

VIKTUALIEN UND WEIN: NEUES IN DER GUTEN STUBE

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Münchens gute Stube- damit ist weder die, einem Gummiboot nicht unähnliche, Spielstätte des FC Bayern gemeint, noch der von Touristen und Baustellen übersäte Marienplatz. Auch der legendäre Gourmettempel ‚Tantris‘ - dessen 70-er Jahre Einrichtung den Gedanken an eine Stube durchaus nahe legt - ist es nicht. Nein, die gute Stube der Stadt ist der Viktualienmarkt. Und diese Stube wird für die kommende Tage neu eingerichtet unter dem Motto "Viktualien und Wein".

CROSSOVER ALL OVER EUROPE IM MARAIS SOIR

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Wenn ein italienischer Koch, im ehemaligen Münchener Arbeiterviertel Westend französisch kocht und österreichische Weine dazu ausschenkt - ist das Crossover, Hipster oder Multikulti? Oder einfach nur normal? Oder völlig egal, weil es gut ist und zusammenpasst? Nach meinem Besuch im Marais Soir habe ich mich eindeutig für Letzteres entschieden.

LA BOHÈME: JAKOBSMUSCHEL AN BAUCONTAINER

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Das La Bohème ist noch ziemlich neu in Münchens Gastroszene, Schwabing Nord ist als Stadtteil ja auch noch nicht so wahnsinnig alt. Oder hip. Das könnte sich natürlich ganz schnell ändern, wenn die Münchner erstmal merken, das es seinen ganz eigenem Charme  entfalten kann, zwischen fahrenden Trambahnen, Baucontainern und Absperrbittern zu speisen. Jakobsmuscheln an Baucontainer oder Gazpacho vor Betonmischer - wo gibt es das schon?

LANDERSDORFER & INNERHOFER: DAHEIM IM AUSLAND

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Die größte Ruhe soll ja im Zentrum eines Tornados herrschen. Die Münchner Innenstadt ist vor allem im Sommer sturmdurchtost, Touristen aus aller Welt strömen durch die Strassen, erstürmen die Geschäfte und bevölkern die Cafés. Wohl dem, der da eine Oase in dieser innerstädtischen Hektik kennt, am besten noch mit Wohlfühlküche auf höchstem Niveau und bei sommerlichen Temperaturen natürlich mit Tischen auf dem Trottoir. Italianità à la Monaco im besten Sinne, vor allem wenn man über den Gehsteig hinweg, den italienischen Touristen die Tücken der Münchner Parkscheinautomaten erklären darf.

WEINVIERTEL: PRINZIPIENTREUE IM PRINZIPAL

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Wenn im ‚Prinzipal‘ des Prinzregententheaters in der Prinzregentenstrasse prinzipiell prinzipientreu gekocht wird, ist eigentlich alles zum Thema gesagt. Nur nicht ausgesprochen. Denn diese zungenbrechende Wortkaskade - die vor allem der Launigkeit des Einstieg in diesen Artikel geschuldet ist - enthält doch viel mehr als nur Alliteration. Das ‚Prinzipal‘ ist wirklich ein Hort der Kochkunst mit eisernen Grundsätzen, also: prinzipientreu. Das ist auf dem Teller weit angenehmer, als es klingt.

DAS SCHWEIN IST EIN KRUSTENTIER ODER: SONNTAGSBRATEN

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Rinderbraten mit Karotten. Schweinebraten mit Rosenkohl. Rouladen mit Rotkohl. Burgunderbraten mit Erbsen und Wurzeln. Der Sonntagsbraten meiner Jugend war nicht wirklich von kulinarischer Raffinesse geprägt, groß musste er sein, einen Haufen Sauce mitbringen, damit man die Salzkartoffeln darin zermatschen konnte. Das Gemüse war von bestenfalls tertiärem Interesse und, wie im Fall des Burgunderbratens, bevorzugt aus der Dose. Mehr war nicht am Sonntag. Und es war gut so.

WEINVIERTEL: AUSWÄRTSSPIEL IM ESSENCE

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Der Münchner an sich - und nach 34 Lebensjahren in dieser Stadt fühle ich mich als solcher - hegt sowohl einen Hang zum Granteln, als auch zur Immobilität. Den er vor allem auslebt, wenn es um den Besuch anderer Stadtteile geht. So wird jeder echte Neuhauser seinen Ausweis einstecken, wenn es auf Haidhausen geht, ein Restaurantbesuch in Pasing scheint ohne Reisepass und Schutzimpfung kaum durchführbar. Es muss also schon einen überaus triftigen Grund geben, warum ich mich an einem Sonntagabend ins ach so ferne Pasing aufmache.

TRINKFREUDE IN VINHO VERDE: CASA DE VILA NOVA

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Es gibt Weingüter, deren Name wie aus einem Groschenroman anmutet. 'Casa de Vila Nova' - sowas kann man sich eigentlich nur ausdenken. Musste Bernardo de Lencastre aber nicht, sein Weingut heisst wirklich so. Schon immer. Jedenfalls seit ein paar hundert Jahren. Aber er ist der erste seiner geschichts- und personenreichen Familie, der die Ländereien systematisch bewirtschaftet und nicht nur als pittoresken Landsitz fürs Wochenende nutzt.

WEINVIERTEL DAC: K(L)EINE ES(S)KAPADE

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Vorwarnung! Dies ist ein sehr persönlicher, vielleicht sogar emotionaler Blogpost. Das Restaurant ‚Esskapade‘ ist fast so etwas wie mein Wohnzimmer, der Chef, Falk-Uwe Zack mehr als ein Wirt für mich. Also Vorsicht beim Lesen - ich bin definitiv nicht objektiv in den folgenden Zeilen. Warum auch?

WEINVIERTEL DAC: HEIMSPIEL IM FREISINGER HOF

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Das Weinviertel ist in München zu Gast. In den nächsten vier Wochen lassen sich auf den Weinkarten von 16 Münchener Restaurants Weinentdeckungen aus Österreichs größtem Anbaugebiet machen. Dabei spielt es kaum eine Rolle, welche Küche serviert wird. Ein Glas Grüner Veltliner DAC passt zu erstaunlich vielen Gerichten. Wobei er natürlich bei Wiener Schnitzel oder Siedfleisch ein echtes Heimspiel hat. Wie der Besuch im Freisinger Hof zeigt.

WANDERTAG: MIT DEM WEINVIERTEL DURCH MÜNCHEN

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Wandern soll durchaus positive Auswirkungen auf das körperliche Wohlbefinden haben, Manuel Andrack oder Hape Kerkeling als bundesweit bekannte Fußgänger haben dieser Art der Fortbewegung zu einem bemerkenswerten Comeback verholfen. Ist im Grunde auch nichts gegen einzuwenden, nur fehlt mir bisweilen ein genussvoller Grund für derlei Tun. Der Weg allein als Ziel ist mir zuwenig, deshalb war ich überaus dankbar für eine Einladung zum Wandern UND Weintrinken.