29.04.17

WEIL ES GEHT: GÄNSEBRUST UND SPARGEL


Es gab wohl mal eine Zeit, in der sich bestimmte Lebensmittel nie auf einem Teller begegnet sind. Schlicht und einfach, weil sie zu ganz unterschiedlichen Jahreszeiten Saison haben. Das kann man begrüßen oder verurteilen, ich will mich in diesem Fall nicht zum Richter über die aktuell so beliebte Saisonalität als Qualitätskriterium aufschwingen. Konservierungsmethoden um bestimmte Produkte das ganze Jahr über in der Küche einsetzten zu können, hat es schliesslich schon immer gegeben. Und deshalb plagt mich auch keinerlei schlechtes Gewissen, wenn sich eine Gänsebrust (Herbst), Bitterorangen (Winter) und Spargel (Frühjahr) zu einem Gericht verbinden. 


19.04.17

EINUNDZWANZIG (WEIN-)VIERTLER IN BERLIN

Nachhilfeunterricht ist - so man diese Unsitte aus Schultagen heute noch einsetzen sollte - eine der am wenigsten geliebten, pädagogischen Errungenschaften. War sie doch stets mit Zeitaufwand verbunden und dem Verlust von persönlicher Freizeit. Vor allem wenn man der Meinung war - oder ist - jemand bräuchte Nachhilfeunterricht in der einen oder anderen Form und dient ihm diesen an, kann aus dem gut gemeinten Instrument der Lernzielerreichung ein veritables Streitobjekt werden. Und ich versuche jetzt den Berliner Weinfreunden Nachhilfe in Sachen „Weinviertler Wein“ zu vermitteln. „Na serwas", würden meine Freunde aus besagter Weinregion kommentieren. 

03.04.17

SPARGEL LIEBT SILVANER: DIESMAL ABER RICHTIG!


Die Sonne lacht, der Mensch drängt ins Freie, die Natur wird kitschig bunt. Nennt sich Frühjahr und kommt alljährlich im Anschluss an den Winter. Von ähnlicher Allgemeinplatzigkeit ist auch der rituelle Tanz um die zarten Sprossen des Asparagus officinalis, des (Gemüse-)Spargels. Sein Eintreffen auf den Märkten wird mit Musik und Tanz, mit warmen ministerialen Worten und anmutigen Spargelköniginnen gebührend gefeiert. In jedem Frühjahr. Aber in diesem Jahr wird alles anders. Zumindest auf dem Teller!