05.10.18

DER HERBST KOMMT, DIE BURGENLÄNDER AUCH


[Werbung] Hörbst, Hörbst, die Blätter förbst … und die Österreicher kommen. Genug geblödelt und genug ‚ö‘ in einem Beitrag. Trotzdem kommen sie, die Damen und Herren mit den dunklen Weinen, die den Herbst kulinarisch so wundervoll begleiten. Burgenlandpräsentation in München, ein alljährlicher Pflichttermin. Genussvolle Pflicht, um präzise zu sein.

Burgenland überall: Was soll man bloß mitnehmen?

Drolligerweise war ich gerade mal wieder in Wien, da steckte kein größerer Plan dahinter, es war einfach nur mal so ein netter kleiner Ausflug in die dortige Winebank. Aber wenn schon mal in Wien ist, kann es ja nicht schaden, im dortigen Weinhandel ein wenig nach dem Rechten zu sehen. Und was soll ich sagen - was für einen Auswahl an burgenländischen Weinen. Regalweise stehen die Flaschen da, von den Basisqualitäten bis zu den ausgefallensten Spezialweinen, die mal so richtig was kosten. Na gut, ist auch kein wirkliches Wunder, zur Not können die Winzer die Weine persönlich abliefern, sind ja gerade mal zwei Autostunden zwischen Wien und dem Burgenland. Trotzdem, der Stolz auf die Weine und auch die offensichtliche Wertschätzung fallen auf. Denn wenn sich die Weine nicht verkaufen würden, hätte etwa Wein & Co. die Sachen nicht im Programm.

Also ungefähr das und noch viermal soviel wird in München stehen


Die Winzer aus dem österreichisch-ungarischen Grenzland ( … sagt man das noch so … ?)  verstehen es einfach, großartige Weine zu machen die gerade auch bei Tisch eine überaus gute Figur machen. Dunkel, intensiv, aber nicht schwerfällig. Wie etwa die Weine vom Eisenberg, die kleinste Appellation Österreichs. 200 Hektar sind wirklich nicht viel für eine DAC, es gibt einzelne Genossenschaften in Deutschland, die locker das Doppelte an Rebfläche haben. Hauptsächlich Blaufränkisch wird angebaut, da das Gebiet relativ hoch liegt, es also auch mal erfrischend kalt werden kann, sind die Eisenberg-Weine aber nicht dick oder schwerfällig. Im Gegenteil, sie sind frisch, mineralisch und straff, haben mehr Zug als Druck am Gaumen. Es ist trotz dieser gerade angesagten Art immer noch ein Geheimtipp, was von 46 Winzern in die Flasche gebracht wird. Also in Deutschland. In Wien wie gesagt findet man die Weine ganz normal im Regal. bei der Burgenland Präsentation in München werden immerhin acht von ihnen vor Ort sein. Einfach zu finden, Stände 66 bis 73. Mal so als Tipp. Und auch auf die Gefahr, als Sadist zu gelten: Mir wäre genau jetzt nach einem Kessel Gulasch. Und ja ich weiß, dass die Abbildung ein Pörkölt zeigt. Kein Gulasch. Wäre jetzt trotzdem perfekt zum Blaufränkisch ...


Um die Sache abzuschließen: Am 18.10.2018 in der Münchner Tonhalle lassen sich die wärmenden Weine des Burgenlands verkosten. Wenn man sich anmeldet, kann sogar noch an Seminaren teilnehmen. Also bitte hier entlang ...

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Culinarium Bavaricum