24.01.14

ÄHRENSACHE: NOCH'N BROT

Eigentlich wollte ich gar kein weiteres Brotrezept posten, da schwirren im Moment unzählige durch die Blogsphären. Aber das Rezept ist so einfach, das Ergebnis so überzeugend und Steff wartet so sehnsüchtig darauf - also dann ...

Wirklich unüblich sind die Teigreifezeiten. Das ist wirklich kein Brot für Schnelle. Aber ich plane das Backen schon im Vorfeld eines Essens. Und kann das Brot dann frisch und duftend auf den Tisch stellen. Mit ein wenig Butter lässt sich der anspruchsvollste Essensgast schnell ruhig stellen. Ich finde es immer wieder erstaunlich, welche Wirkung ein gutes Brot auf den Menschen hat. 




Die Hefe in 3 - 4 Esslöffeln lauwarmen Wasser auflösen und zum gesamten Mehl geben. Das Salz auch mit rein. Ungefähr 5 - 7 Minuten kneten. Ich mache das von Hand, weil ich das irgendwie sinnlich finde. Teig kneten. Es geht aber auch mit der Maschine. Wichtig ist nur, dass die Schüssel wirklich groß ist. Denn der Teig wird sich im Idealfall um den Faktor 3 vergrößern. Am Ende des Knetens sollte ein elastischer, nicht zu fester Teig entstanden sein. 
Die Rührschüssel decke ich fest mit Frischhaltefolie zu, ich mache immer mehrere komplette Wicklungen um die ganze Schüssel. Eine halbe Stunde lasse ich die Schüssel noch bei Raumtemperatur stehen bevor ich sie für 12-18 Stunden in den Kühlschrank gebe. Eine Stunde mehr kann nicht schaden, es sollten aber auf keinen Fall weniger als 12 Stunden sein. 
Am nächsten Tag nehme ich den Teig so wie er ist mitsamt der Schüssel und lasse ihn für mindestens 6 weitere Stunden in der warmen Küche gehen. Die Schüssel sollte am Ende spürbar voller sein, so zweieinhalb bis dreimal so voll wie nach dem Kneten.





Den Teig stürze ich auf eine bemehlte Unterlage. Je nachdem wie viele Brote (mehr Brote = gleich mehr Kruste!) ich machen möchte, teile ich den Teigklumpen in zwei oder mehr Portionen. Die drehe ich so gut es geht zweimal um die Längsachse. Es sollte ein wenig wild aussehen. Für den Fall, dass der Teig zu flüssig ist, mache ich das auch mit einem Teigschaber und schiebe vom Rand immer wieder zusammen. Das kann über die nächste halbe Stunde so gehen, denn der Teig muss sich erst noch an die neue Form gewöhnen. In der Zwischenzeit ist mein Backofen auf volle Leistung gestellt. Ober- und Unterhitze, ca. 250°. Mehr schafft das alte Ding nicht. Reicht aber auch. Wichtig ist, dass das Backblech schon drin ist. Meine Brote setze ich kurz vor dem Backen auf ein Stück Backpapier und bugsieren das Ganze in den glühend heissen Ofen. Tür zu. 40 - 45 Minuten später hat das Brot die gewünschte Farbe. Rausholen und das nächste rein.
Bei mir sah das dann so aus.