SILVANER FORUM 2013: NICHT ALLES WAS GEHT, GEHT AUCH GUT
Es ist wirklich schwierig. Wenn es in einem Wettbewerb nur um eine Rebsorte geht, ist die Versuchung groß, mal so richtig sämtliche Register zu ziehen. Von furztrocken bis pappig süss, von blutjung bis schwer in Auflösung begriffen: Hauptsache wir haben alles auf dem Radar, was sich aus einer Rebe machen lässt. Ob das der Rebsorte immer gerecht wird, sei einmal dahingestellt. Denn das schmückende Attribut 'autochthon', das auch der Silvaner für sich in Anspruch nimmt, heisst aus meiner Sicht nicht nur, dass sich eine Rebsorte über Jahrhunderte an eine bestimmte Region angepasst hat und besonders charakterstarke und individuelle Trauben hervorbringt. Es heisst für mich auch, dass sich bestimmte Ausbauarten, Weintypen oder Stilrichtungen für diese Rebsorte und Region besonders bewährt haben. Und nicht nur, dass die betreffende Rebsorte schon immer da angebaut wurde. Warum ich das erwähne? Nun, weil der schönen, autochthonen Rebsorte Silvaner mancherlei Leid angetan wird. Doch schön der Reihe nach.
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Nur wer schreibt, bleibt: Notizenzettel |
Zur Begrüßung wurde dem Besucher gleich mal ein Glas in die Hand gedrückt. Ohne Angabe von Weingut oder Anbaugebiet, immerhin " ... ein Silvaner... " sei das, wurde mitgeteilt. Dieser Kalibrierwein entpuppte sich als ein Juliusspitaler Silvaner. Der mit seiner frischen, mineralischen Art seine Aufgabe hervorragend erledigte. Das sollte auch nicht weiter verwundern, denn das Juliusspital hat nach Ansicht der Juroren auch die beste Kollektion in Sachen Silvaner. Sechs Weine waren in den diversen Kategorien ganz oben dabei, weshalb Horst Kolesch dann auch eine der wunderbaren vergoldeten Scheren überreicht bekam.
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Fränkische Klassik: Karpfen zum Silvaner. Das passt wirklich zueinander. |
Spannender die Kategorie Solitär.
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Nur nichts unversucht lassen: Silvaner Solitäre |
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The Beauty (re.) and the Beast (li.) |