04.07.13

VEGANES ERDNUSS CURRY

Interessante Kombination:
Kohlrabi, Erdnuss, Kokosmilch - und Rote-Beete-Blätter 

Eigentlich habe ich es nicht so mit Crossover-Kitchen. Ich finde, es gibt gute Gründe warum sich in regionalen Küchen bestimmte Kochtraditionen entwickelt haben, Zutaten und Zubereitungsarten durch geschichtliche, kulturelle und geologische Hintergründe bestimmt sind. Aber - das eigentlich deutet darauf hin - manchmal macht es auch Spass bekannte Geschmacksgrenzen zu überschreiten, neue Erfahrungen zu machen. Darum heute: Ein veganes Erdnuss-Curry mit Kohlrabi und Rote-Beete-Blättern.

Farbenpracht:
Blätter der Roten Beete
Auf unserem Acker sind die Kohlrabi jetzt im genau richtigen Stadium. Etwas kleiner als ein Tennisball, null holzig, sehr zart und saftig. Schmecken auch roh geraspelt mit Zitrone und Olivenöl super. Aber ich wollte was Warmes. Also wurden 2 der kleinen Knollen geschält und in Würfel geschnitten. Das gleiche - nur entsprechend kleiner - geschah auch mit einer Knoblauchzehe und zwei kleinen Zwiebeln. Als Gemüseeinlage für einen Topf Curry war mir das aber zu wenig. Neben dem Kohlrabi hatte ich auch 2 Rote Beete geerntet. 
Deren kräftige grüne Blätter mit den interessanten roten Adern haben mich immer an roten Mangold erinnert. Warum nicht auch ebenso verarbeiten? Also habe ich die Blätter mit Stielen von den Rote Beete Knollen abgeschnitten und in heissem Wasser ca. 2 Minuten blanchiert. Kalt abgeschreckt und in Streifen geschnitten. Eine Dose Kokosmilch (425 ml), den Topf mit der roten Thaicurry-Paste, ein bißchen Gemüsebrühe und 2 große Löffel Erdnusscreme habe ich auch noch bereit gelegt. Soweit die Vorbereitungen. Also ran an den Herd.
Ein Spritzer Öl in die heisse Pfanne, Zwiebeln und Knoblauch kurz anschwitzen. Den gewürfelten Kohlrabi dazu. Alles gut durch schwenken, ca. 3 Minuten nicht zu kräftig anrösten. Dann je nach Gusto das Thaicurry rein und ein wenig mit rösten. Ich habe mit der Gemüsebrühe (ca. 1 Tasse) abgelöscht, die Kokosmilch rein, die Erdnusscreme rein. Alles aufkochen lassen, Hitze runter.
Immer schön rühren damit sich die Currypaste und die Erdnusscreme auch gut auflösen. Immer mal abschmecken, Salz, eine Prise Zucker, vielleicht noch ein wenig Schärfe und natürlich Zitrone ( oder Limette) zum Gegensteuern. In der Zwischenzeit ganz normal den Basmatireis aufgesetzt. Wenn sich alle Würzzutaten gut vermischt und gefunden haben, vielleicht noch mit etwas Brühe für ausreichend Flüssigkeit sorgen. Das Ganze sollte nicht zu dick einkochen. Sobald der Reis sich seinem Garpunkt naht, die blanchierten Rote-Beete-Blätter in das Curry rühren. Naja - und eigentlich ist der Spass damit fertig. Die Mischung aus Kohlrabi und Rote-Beete passt super. Durch die unterschiedlichen Konsistenzen  hat man auch nie das Gefühl, da müsste noch ein Stück Fleisch ins Curry. Aber das Beste: Da kommt nix weg. Teller statt Tonne könnte das Motto auch lauten. Denn die Rote-Beete-Blätter haben hier wie ich finde, eine gute Verwendung gefunden. Mal sehen was sich aus Kohlrabiblättern so alles zaubern lässt ...


  

Zutaten:
2 Kohlrabi, geschält, gewürfelt
2 kl. Zwiebeln, geschält, gewürfelt
1 Knoblauchzehe, geschält, geschnitten
10 Rote-Beete Blätter, blanchiert, gehackt
1 Dose Kokosmilch (425 ml)
2 Esslöffel Erdnusscreme
1 Esslöffel Thaicurry (gelb oder rot)
1 Tasse Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Zucker

Basmatireis


1 Kommentar:

Kaya Ute Mangold hat gesagt…

hmmm das klingt sehr lecker, mir knurrt der Magen. Apropos Mangold, mit meinem Namensvetter und seiner Verwandtschaft (den Beten) hab ich mich in meinem Blog auch mal beschäftigt.
http://wiesengenuss.blogspot.de/2010/11/der-mangold_10.html