24.05.13

KOCHZAUBER ZAUBERT KÖCHE (TEIL 2)

Frühlingshaft: Tilapiafilet auf Orangenrisotto

Der Einstieg in die Kochzauberwelt ist ja geglückt (siehe: Kochzauber zaubert Köche Teil 1). Am zweiten Tag muss das Essen aus der Kochzauber-Kiste zeigen, dass auch der Umgang mit Fisch beherrscht wird. Tilapia, ein Buntbarsch aus indonesischer Zucht, steht auf dem Programm. Auf einem cremigen Orangenrisotto, mit Zuckerschoten und Orangenfilets. Ein optisch sehr ansprechendes Gericht. Mit dem Mann oder Frau eine Menge Eindruck schinden könnte. Wenn da nur nicht die Sache mit der Herkunft wäre ... 

(Anm: Die Kochzauberkiste wurde von Kochzauber.de kostenlos zur Verfügung gestellt.)


Denn das ist ( nach der Entsorgung des Verpackungsmaterials) das zweite Problem für mich: Der Fisch kommt aus Indonesien, die Zuckerschoten aus Guatemala, die Orangen - weiss ich nicht. Sind nicht gekennzeichnet. Die ganze Welt tummelt sich da also auf meinem Teller. Das ist zwar polyglott, aber nicht nach meinem Geschmack. Ich habe es nun mal gerne saisonal UND regional. Ich bin auch nicht wirklich davon zu überzeugen, dass es für Umwelt und Portemonnaie besser ist, Lebensmittel um den halben Erdball zu transportieren.  

Weit gereist: Tilapiafilet aus Indonesien
Saftig und aromatisch: Tilapiafilet mit Orangen in Folie
Nicht falsch verstehen: Ich will da kein Dogma draus machen - aber mit Fisch aus heimischer Zucht (Zander, Wels, Forelle) und Zuckerschoten aus regionalen Anbau (dann halt im Juni) wäre das Gericht auch zu machen. Dass der Reis aus Italien, die Orangen aus Spanien und der Pfeffer aus Madagaskar (?) kommen müssen - klar. Wie gesagt: Alles was hier nicht wächst muss importiert werden. Aber wo es mindestens genauso gute Alternativen gibt, will ich die auf dem Teller haben. So - genug erhobener Zeigefinger. Kommen wir zum eigentlichen Thema. Dem Essen. Auch hier gilt Ähnliches wie beim ersten Gericht: Alle Zutaten sind sauber, frisch und exakt abgewogen. Wer sich an die Rezeptkarte hält, hat innerhalb weniger Minuten ein Klasse Essen auf dem Tisch. Sehr schön die Zusatzkarte auf der die Zubereitung des Fisches sehr detailiert erläutert wird. Da kann nix schiefgehen. Und die Garmethode in Alufolie und im Backofen ist kinderleicht und sehr aromaschonend. Gut hat mir (und der Mitesserin) auch das Orangenrisotto gefallen. Mit Schale und Saft der Orangen aromatisiert und mit Schmand verfeinert kam es fruchtig-cremig daher. Das ist auf jeden Fall ein Tipp auch für andere Topings. Eine Hühnerbrust oder Jakobsmuscheln dürften sich auf dem Orangenrisotto auch wohl fühlen. Insgesamt war das Fischgericht deutlich raffinierter als das Ofengemüse vom Vortag. Der Fisch saftig, das Risotto cremig, die Zuckerschoten knackig. Ein schönes Spiel unterschíedlicher Texturen. Nachtisch war heute nicht dabei. 







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