23.05.13

KOCHZAUBER ZAUBERT KÖCHE (TEIL 1)

Kochzauber aus dem Backofen: 
Frühlingsgemüse mit Merguez

Frische Zutaten, fix und fertig portioniert und abgewogen, das passende Rezept dazu und alles frei Haus. Das dürfte der Traum des urbanen Selbstversorgers sein, der nach einem stressigen 10-Studen Tag im Büro nicht über die nötigen Zeitreserven verfügt, sich selbst um Einkauf und Rezeptur zu kümmern. Ein findiges Start-up Unternehmen aus Berlin mit dem schönen Namen "Kochzauber" schafft Abhilfe und liefert Kistenweise alles für den zeitarmen Selbstversorger. Ein Selbstversuch in drei Teilen.

(Anm: Die Kochzauberkiste wurde von Kochzauber.de kostenlos zur Verfügung gestellt.)

Alles drin, viel dran: Kochzauber-Kiste


Mittwochvormittag. Es klingelt, der DHL-Mann steht vor der Tür. Im Arm: Das Paket von Kochzauber. Unterschrift, tschüss. Groß, quadratisch, bedruckt steht es jetzt auf dem Küchentisch. Sofort aufgemacht, mit Füllpapier, Tütchen, und Kühlelementen ist es prall gefüllt. Und schon zaubert sich gleich das erste Fragezeichen in das Gesicht des Kochs: Wohin mit dem Karton? Und dem ganzen Verpackungsmaterial? Egal - manche Fragen müssen später geklärt werden. Diese rechnen wir einfach mal dazu. Also was ist alles drin in der Box? 3 komplette Gerichte für jeweils 2 Personen. Ein Desert ist in diesem Fall auch noch drin. Gesamtpreis incl. Verpackung, Versand und Rezeptkarten: 39,00 €. Kein Pappenstiel, macht pro Mahlzeit und Person 6,50 € - dafür sollte sich was Vernünftiges zaubern lassen. Es finden sich Nudeln, Möhren, Fisch, Zuckerschoten, Schmand, Reis, Gewürze. Alles sauber verpackt und abgewogen. Das Einzige was ich außer meiner Küche brauche sind Wasser, Pfeffer, Salz, Öl. Die sogenannten Basiszutaten. Das passt also soweit. Die verderblichen Zutaten werden in den Kühlschrank verräumt, der Rest in der Kiste belassen.
Viel Gemüse: Zutaten für Ofengemüse mit Merguez
Dann mache ich mich also an das erste Rezept. Auf dem Rezeptkärtchen steht: Ofengemüse mit Merguez. Gemüse (Karotten, Kartoffeln, Zuckerschoten, Schalotte, Knoblauch) putzen und zurechtschneiden, mit einer Kräutermarinade (fertige Kräutermischung mit dem Namen 'Frühlingskräutersalz' aus dem Beutel mit Olivenöl) vermischen. Die Merguez (pro Person eine, da hätten zwei sicher nicht geschadet) obendrauf legen, Gemüsebrühe (Basiszutat) angiessen und ab in den Ofen. Kinderleicht das Ganze. Nach gut 20 Minuten das Gemüse noch mal durchmischen, Wurst wenden, weitere 20 Minuten brutzeln lassen. Vor dem Servieren mit Salz, Pfeffer und Prise Zucker abschmecken. Und dann kommt das Ganze schon auf den Teller. Erster Eindruck: Die Gemüseportion ist ganz schön üppig, das sind sicher eher 3 als 2 Portionen. Vielleicht haben wir aber auch nur zu kleine Teller. Bei den Würsten ist das Teilen weitaus einfacher - sind wie gesagt ja nur zwei. Und der Geschmack? Ziemlich gut, das Gemüse ist noch schön bissfest, trotz der unterschiedlichen Konsistenzen ist nicht hart oder verkocht. Die Rezeptangaben scheinen also zu funktionieren. Und die Würzmischung erinnert an wenig an das berühmte Miracoli-Geheimnis:
Einfach und geschmackvoll: Merguez obendrauf
Keine Ahnung was genau drin ist - aber es schmeckt richtig gut. Würzig, kräuterig, ja sogar ein wenig frisch. Aber da es sich hier um den Kochzauber handelt, ist es nicht wirklich ein Geheimnis. Sondern steht klein gedruckt auf der Rezeptkarte: Meersalz, Bärlauch, Petersilie, Kerbel, Schnittlauch, Thymian. Trotzdem müsste ich mich schon ziemlich anstrengen, diesen Geschmack selber so hinzubekommen. Und die Merguez ist auch so wie ich sie zu kennen glaube. Kräftig gewürzt (Kreuzkümmel) aber nicht übermäßig scharf. Passt also auch. Fazit: Ofengemüse mit Merguez ist lecker und schnell gemacht. Das Rezept war tadellos, auch für ungeübte Kocher ohne Probleme nachvollziehbar. Die Portion ausreichend für gute Esser. Und dann ist da ja noch das Desert. Auch hier im Prinzip simpel - aber im Ergebnis einfach und gut. Joghurt (Bio Qualität) mit wenig Honig oder Zucker (Basiszutat) glatt rühren, eine Trockenobstmischung ('Vergessene Beeren') obendrauf. Die wiederum war durchaus raffiniert: Maulbeeren, Berberitzen und Schokokürbiskerne brachten eine sauer-knackige Note in den Nachtisch. Das hatte wirklich was. Und machte aus diesem ersten Kochzaubertag schon fast ein Menü ...
Süsse Überraschung: Joghurt mit Maulbeeren & Co.
 (Fortsetzung folgt)

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