01.02.15

SLOW FOOD MAGAZIN: SCHÄTZE AUS DEM VORRATSSCHRANK

Im aktuellen Slow Food Magazin bin ich mit einem Artikel und einigen Rezepten zum Thema 'Hülsenfrüchte' vertreten. Vielleicht kann ich ja mit einem der Rezepte ein wenig Appetit auf das ganze Heft machen. Denn es gibt sehr viel mehr zu lesen und zu entdecken, als meine Rezepte. Statt der gelben Erbsen im Original, verwende ich gelbe Linsen. Das Ergebnis ist in beiden Fällen gleichermaßen schmackhaft. Und mit dem Kürbiskernpesto, daß die Suppe über den Status eines Sattmachers hinaus zu einer kleinen Delikatesse macht, nehme ich dann auch noch gleich teil am Pesto- Blogevent der Küchenchaotin.


Das Rezept für eine Erbsen-(Linsen-)suppe mit Kürbiskernpesto. Als Hauptmahlzeit ausreichend für 4 Personen, als Vorsuppe reicht es sogar für bis zu 8 Personen. Im Fall des Falles einfach ein wenig mehr Brühe verwenden - die Linsen saugen ohnehin ziemlich viel Flüssigkeit. Und es soll doch eine Suppe werden - kein Brei ...

SUPPE
500 gr. getrocknete gelbe Schälerbsen (oder Linsen)
1 - 2 Schalotten
1,5 l Hühnerbrühe
1 Lorbeerblatt
3 Esslöffel Mirepoix (kleingewürfeltes Suppengrün, Karotte, Sellerie, Lauch, Petersilienstängel)
2 Esslöffel Schmand
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel
Butter

Die Schalotten fein würfeln, in etwas Butter leicht angehen lassen. Das Mirepoix dazugeben, ebenfalls farblos (!) angehen lassen. Die getrockneten Erbsen (Linsen) dazugeben, mit Hühnerbrühe (natürlich selbstgemacht) aufgiessen. Das Lorbeerblatt hinzufügen und einmal kurz aufkochen lassen. Hitze verringern und ca. 60 Minuten sanft köcheln lassen. Dabei regelmäßig umrühren - die Erbsen (Linsen) setzen sich gerne am Topfboden ab und dadurch auch an. Die Kochzeit hängt vom Alter der Erbsen ab - je älter und härter, desto länger braucht die Suppe. Wenn die Erbsen (Linsen) zerfallen mit dem Pürierstab aufmixen und mit Salz, Pfeffer und einem Hauch Kreuzkümmel abschmecken. Wenn die Suppe zu dick wird, mit etwas Brühe gegensteuern. Den Schmand unterziehen und nochmal abschmecken. In tiefe Teller füllen. Einen dicken Klecks Kürbiskernpesto in die Mitte geben.



PESTO
25 gr. glatte Petersilie
100 gr. Kürbiskerne
50 ml Olivenöl
100 ml Kürbiskernöl
50 g Pecorino oder Parmesan
1/2 Zitrone (Saft)
1 TL Salz
Prise Pfeffer

Die Kürbiskerne ohne Öl in einer Pfanne leicht rösten. Dabei aufpassen - sie sollten keinesfalls schwarze Stellen bekommen! Die Petersilie waschen, trocknen, zupfen und grob zerschneiden. In einem Mörser die Petersilie mit einer Prise Salz und dem Olivenöl zerreiben. Wenn es beginnt cremig zu werden die Kürbiskerne zufügen. Weiterreiben. Die Kürbiskerne sollten nicht komplett zermahlen werden, sondern immer noch in Stückchen vorhanden sein. Das Kürbiskernöl, den Zitronensaft, den gerieben Pecorino (Parmesan), Salz und Pfeffer zugeben und mit einem Löffel gut durchmischen. Nochmal abschmecken. In ein Schraubglas füllen und mit etwas Kürbiskernöl begießen. Hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen. Theoretisch. Denn auch als schnelles Abendessen mit ein paar Nudeln macht das Pesto ziemlich viel her ...


1 Kommentar:

Mia | Kuechenchaotin hat gesagt…

Ein Tellerchen bitte sofort nach Kiel zu mir! Sieht das lecker aus!!
Vielen Dank für das Rezept!
Viele Grüße,
Mia